Plakataktion zum Internationalen Frauentag

Februar 25, 2010 at 7:11 am (Aktuelles, FrauenLesbenPlenum Muenster) (, , )

Anlässlich des 8. März, des Internationalen Frauentages startet das FrauenLesben-Plenum Münster die Plakataktion „Die Tomaten weiter werfen … Denn unser Ziel ist ein freies, selbstbestimmtes FrauenLeben“. Der Beschluss zur Einführung dieses Tages jährt sich in diesem Jahr zum 100sten mal. Er wurde auf der Zweiten Sozialistischen Frauen-konferenz in Kopenhagen gefasst. Das Datum ist gewählt worden, um der Märzrevolution 1848 und der im März 1871 begonnenen Pariser Commune 1871 zu gedenken und den revolutionären Charakter des Kampfes für Frauenrechte hervorzuheben.

Mit der aktuellen Plakataktion wollen Münsters FrauenLesben-Gruppen alle Frauen dazu ermutigen, sich weiterhin zusammen zu tun und für ihre Rechte einzutreten. So wie es auch die Frauen im Sozialistischen Deutschen Studentenbund 1968 getan haben. Der legendäre Tomatenwurf auf die SDS-Männer, die nicht bereit waren, über Frauendiskrimi-nierung im Verband zu reden, gilt als Auslöser der Zweiten Frauenbewegung. Sie hat den Internationalen Frauentag der Vergessenheit entrissen und die Forderungen nach ersatzloser Streichung des § 218,  gleichem Lohn für gleiche Arbeit, gerechter Verteilung von Arbeit, Zeit & Geld, Autonomen Frauenräumen  oder gleichen Bildungs- und Berufschancen wieder aufgegriffen. Weitere Forderungen gegen die Diskriminierung von Lesben, gegen Männergewalt gegen Frauen, gegen patriarchale Strukturen, Kapitalismus, Sexismus, Militarismus oder Umweltzerstörung sind hinzugekommen. Der Kampf für Frauenrechte wird weitergehen.

Das Plakat ist in der FrauenForschungsStelle Münster e.V. – D. I.W.A. – Achtermannstr. 10-12  – 48143 Münster  für 1€ plus Porto erhältlich. Den Bestellungen legt bitte das Rückporto und den Betrag für die Plakate in Briefmarken bei. Jede Frau kann unterhalb der Tomate eine Forderung der FrauenLesbenbewegung, eine persönliche Forderung oder Empörendes, das einen Tomatenwurf verdient hat, eintragen und es öffentlich oder privat aushängen.

Die Plakataktion wird getragen von:

Autonomes Frauenreferat des AStA der FH MünsterFeministischer AK Schöner leben, Autonome Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit sucher Frauen im ‚MALTA‘, B 90/DIE GRÜNEN / GAL – Frauengruppe, D.I.W.A. – FrauenForschungsStelle Münster e.V., Autonomes Lesbenreferat des AStA der Uni Münster, Lesbentelefon, Frauenhausberatungsstelle Achtermannstr. 19, Frauenhaus und Beratung e.V., Autonomes Frauenreferat des AStA der Uni MünsterFSV- Frauen- und Mädchen-Selbstverteidigung und -Sport e.V., Lexplosiv, Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V.

siehe auch http://www.echo-muenster.de/node/61090

http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&p=articles&id=1311&area=1

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Die Tomate fliegt weiter …

Februar 17, 2010 at 11:45 pm (Aktuelles, FrauenLesbenPlenum Muenster) (, , , )

Im Februar 2010 trifft der monatliche Tomatenwurf auf die Äusserungen von Kriegsminister zu Guttenberg.

In der Sendung des öffentlich-rechtlichen Nachrichtensenders Phoenix “66. FORUM PARISER PLATZ Deutschland im Krieg? – Die Bundeswehr im Auslandseinsatz” vom 12.2.2010 erklärt zu Guttenberg es sei Ziel des deutschen Engagements, dass Afghanistan kein Rückzugsgebiet für Terroristen sei und fügt hinzu, es sei

„selbstkritisch (zu) sagen: haben wir nicht Gründe nachgeschoben, um in schwierigen Momenten auch mal eine Anerkennung unserer Bevölkerung zu bekommen. Natürlich ist es unbestreitbar wichtig, dass man Kindern hilft, dass man Frauen hilft in ihren Rechten und all jenen. … Aber das waren Gründe, die nachgeschoben wurden. Der eigentliche Grund damals war diesen Rückzugsraum zu verhindern …“

http://blog.gruene-friedensinitiative.de/?p=126

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Rentenanwartschaften von Langzeiterwerbslosen

Februar 16, 2010 at 2:56 pm (Hartz IV) (, , , , , , )

Altersarmut vorprogrammiert!

Mitte der 90er-Jahre wurden für Langzeiterwerbslose noch weit über 200 Euro im Monat in die Rentenkasse eingezahlt.

Unter Rot-Grün war es vor zehn Jahren noch knapp die Hälfte.

Mit der Einführung des unsäglichen Hartz-IV-Gesetzes vor fünf Jahren sank der Rentenbeitrag für Langzeiterwerbslose auf monatlich 78 Euro.

Im gleichen Maße sinken natürlich die Rentenansprüche der Betroffenen!

Altersarmut? Nein Danke!

Doch damit nicht genug:

Um weitere 2 Milliarden Euro auf dem Rücken der Langzeitarbeitslosen einzusparen, hat die Große Koalition den Beitrag zur Rentenversicherung nochmals fast halbiert, von 78 Euro auf nur noch 40 Euro pro Monat.

Das sind sage und schreibe 80 Prozent weniger als vor 15 Jahren.

Das bedeutet:

Die Rentenanwartschaften von Langzeiterwerbslosen, die für ein Jahr Hartz-IV beziehen, gibt es für die Betroffenen etwas mehr als 2 Euro Rente.

„2 Euro“!

Damit brauchten Langzeiterwerbslose mehr als 300 Jahre für eine Rente auf Hartz-IV-Niveau.

Das ist Altersarmut per Gesetz. Das ist Sozialraub. Das ist völlig inakzeptabel, und das muss ganz dringend wieder geändert werden.

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Finanzierung der Frauenhäuser einheitlich und unbürokratisch sichern

Februar 3, 2010 at 6:14 pm (Aktuelles, Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster, Soziales) (, , , )

Am 28. Januar 2010 fand im nordrhein-westfälischen Landtagsausschuss für Frauenpolitik eine Sachverständigen-Anhörung zur Frauenhausfinanzierung in Nordrhein-Westfalen statt.

Anlass war die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ der Landesarbeits-gemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW vom 25.11.2009, die die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Landtag NRW aufgriff, um eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungseinrichtungen aus einer Hand zu beantragen.  Die  geladenen Expertinnen waren sich darin einig, dass die derzeitige Finanzierung  unzureichend, uneinheitlich und für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder mit extremen Nachteilen und Gefahren verbunden ist. Sie sahen dringenden Handlungsbedarf.

Die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW schlug die sofortige Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe „Frauenhausfinanzierung“ vor. Vertreterinnen der Landesregierung, der Frauenhausträger, der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und weitere ExpertInnen sollen zeitnah prüfen, ob ein Landesgesetz möglich und wünschenswert ist. Dieser Vorschlag wurde von den anwesenden Expertinnen und den Abgeordneten der Opposition befürwortet und wird nun von der Landesregierung geprüft.

Seit Eröffnung des ersten Autonomen Frauenhauses 1976 in Berlin müssen die Häuser um ihre Finanzierung kämpfen.  Auch im Jahre 2010 gibt es noch keine bundesweit verbindlichen Regelungen, die Maßnahmen für einen effizienten Schutz von Frauen und Kindern als Opfer von Gewalt vorsehen und Kommunen, Land und Bund zu deren verbindlichen, ausreichenden und planungssicheren Finanzierung verpflichten.

Weitere Informationen unter:

http://www.lag-autonomefrauenhaeusernrw.de

http://www.schwere-wege-leicht-machen.de

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/pdf/aktuelles/finanzierung_2009_03.pdf

http://www.barbara-steffens.de/cms/parlamentarisches/dokbin/302/302486.verlaessliche_finanzierung_von_frauenhae.pdf

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