Kundgebung am 8. März 2010

März 5, 2010 at 6:23 pm (FrauenLesbenPlenum Muenster, Hartz IV, Soziales) (, , , , , , , )

Anlässlich des Internationalen Frauentages sind am 8. März alle zur Kundgebung in der Stubengasse – Innenstadt Münster – eingeladen. Sie beginnt um 17 Uhr. Es werden aktuelle Probleme der Frauen in der Bundesrepublik Deutschland und in anderen Regionen der Welt vorgetragen und politische Forderungen gestellt.

Mehr unter http://frauenreferat.blogsport.de

Die Rede von Anne Neugebauer – Autonome Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit suchender Frauen im „MALTA“      am    –  8. März 2010 –

Kampf der Frauen für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen

Weltweit erheben Frauen heute ihre Stimmen gegen Armut und Gewalt, gegen Krieg und Frauenverachtung.  Sie alle kämpfen für ein freies, selbstbestimmtes Leben.  Wir auch.

Ich freue mich sehr, dass das Autonome Frauenreferat des AStA diese Kundgebung organisiert und mich als Rednerin eingeladen hat.

Vieles hat sich seit dem ersten Internationalen Frauentag 1911 verändert, doch die Forderungen von damals haben großenteils auch heute noch oder wieder ihre Berechtigung. Ich will einige herausgreifen.

1. Der Zugang zu Bildung, Studium und Berufstätigkeit ist heute wieder aktuell.

2. Frauen fordern die ersatzlose Streichung des § 218 StGB seit Bestehen des Abtreibungsparagraphen 1871.

3. Frauen verlangen: „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“.

4. Frauen sagen NEIN zu Krieg und Gewalt. Milliarden sollen besser für Brot statt für Waffen ausgegeben werden.

5. Mit der Plakataktion „Die Tomate weiter werfen …“  „Denn unser Ziel ist ein freies, selbstbestimmtes FrauenLeben“, wollen die FrauenLesbengruppen in Münster alle Frauen ermutigen, sich die tagtägliche Frauenverachtung, die alltäglichen Diskriminierungen bewusst zu machen, sie anzuprangern und sich dagegen zu wehren.

1. Der Zugang zu Bildung, Studium und Berufstätigkeit ist heute wieder aktuell.

Zwar sind die Studienanfängerinnen etwas über 50 %. 1911 war es gerade drei Jahre her, das Mädchen Abitur machen und studieren konnten. Doch die Einführung der Studiengebühren und das geteilte Studium in Bachelor und Master führt dazu, dass bereits beim Masterstudiengang die Zahl der Frauen auf ca. 37 % sinkt.  Damit ist eine Hochschulkarriere bereits hier gestoppt.

Vom 11.-12. März treffen sich die BildungsministerInnen aus 46 Staaten in Wien und Budapest, um das zehnjährige Jubiläum zum „Bologna-Prozess“ zu feiern. Studentinnen und Studenten kündigen Protestaktionen an. Sie lehnen diese Zurichtung des Studiums ab. Wir unterstützen den Protest. Den Rest des Beitrags lesen »

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