Sozial und geschlechtergerecht geht anders!

Juni 23, 2010 at 7:03 am (Aktuelles, Soziales) (, , , , , , )

„Lewe wirbt mit Großplakat für Sparkurs“ war Anfang Juni in allen Zeitungen zu lesen. Die fünfte Konsolidierungsrunde wird eingeläutet. Und wieder wird alles auf den Prüfstand gestellt. Doch manches davon ist nur zur Täuschung. Die Last tragen sollen wieder diejenigen, bei denen in den letzten Jahren bereits gekürzt worden ist. Das zeichnet sich bereits jetzt schon ab. „Münster spart und bleibt handlungsfähig“. Die Schwächsten werden dafür erneut zur Kasse gebeten.

Münster - Stadthaus I - Juni 2010

Eines ist sicher: Dieses Plakat hätte sich OB Lewe auf jeden Fall sparen können. Es schadet, weil es sexistisch und rassistisch ist.  Stellen Sie sich bitte einen Moment  das Bild des Oberbürgermeisters statt der drei Paar Männerbeine im Schottenrock vor. Weder das eine noch das andere ist vertretbar. Also runter mit diesem diskriminierenden Plakat.

In den Artikeln wird deutlich, dass zwar behauptet wird, alles müsse überprüft werden, dass aber nicht alle Ankündigungen ernst gemeint  sind. Wie sonst ist es zu verstehen, dass die CDU sofort  „auf Distanz zu Steuererhöhungen“ geht. Auch die F.D.P. distanziert sich umgehend von solchen Vorschlägen. In anderen Bereichen wie im Sozial-, im Kinder- und Jugend-, im Schul- oder Gesundheits-bereich wird bereits zum fünften Mal konsolidiert.  Jetzt sollen auch die Pflichtaufgaben einbezogen werden. Geschlechtergerechte Konsolidierung des Städt. Haushalts ist dabei ebenso wenig ein Ziel wie bei den jährlichen Haushaltsaufstellungen. Wer nach den Kürzungen  die Lasten anschließend tragen muss, das wird auch nicht geprüft. In vielen Bereichen, insbesondere im Kinder-, Jugend-, Schul- und Sozialbereich,  sind es überwiegend die Frauen und Mütter, doch das interessiert die Stadt nicht. Sozial gerecht und geschlechter-gerecht geht anders.

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„Werde wie du bist“

Juni 15, 2010 at 3:28 pm (Aktuelles, Frauenhistorisches) (, , )

Das FrauenLesben-Archiv und die –Bibliothek der FrauenForschungsStelle Münster e.V. lädt ein zum generationenübergreifenden feministischen Lesekreis. Wir wollen uns einmal monatlich treffen und unsere Lieblingsautorinnen,  feministische Schriftstellerinnen und ausgewählte feministische Texte vorstellen und darüber diskutieren.

Den Anfang machen wir mit Hedwig Dohm (1831 – 1919 Schriftstellerin, Philosophin, Radikale der Frauenbewegung), ihren Büchern und ihrem Essay „Werde die du bist.“  Dabei wollen wir den Fragen nachgehen, was ihre Texte zu ihrer Zeit bedeuteten und was sie uns heute sagen. Sie kämpfte ihr Leben lang für die politische, soziale und ökonomische Gleichstellung der Frauen.

Prof.´in Gertrud Dorsch – Oecotrophologin,  Anne Neugebauer- Dipl. Pädagogin

Wer sich bereits vorab über Hedwig Dohm informieren möchte, kann es unter http://www.fernuni-hagen.de/ausstellung/hedwig_dohm

Das Treffen findet statt am:          Mittwoch, den 7.7.2010 von 19 – 21 Uhr

in den Räumen von:                      D.I.W.A. – FrauenForschungsStelle Münster e.V.

Achtermannstr. 10 – 12 ,  48143 Münster  Tel. Die. 10 – 12 Uhr

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