Frauen sagen JA! zum freien Sonntag in Münster.

September 26, 2016 at 3:30 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, Frauengesundheit, Münster, Soziales, Termine) (, , , , , , , , , , )

Nehmen Sie am Sonntag, den 6. November 2016 am Bürgerentscheid  teil, stimmen Sie für die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur geplanten Sonntagsöffnung.freie-sonntageWenigstens einmal in der Woche richtig durchatmen können, morgens aufstehen, wenn es beliebt, lange frühstücken, allein, zu zweit, mit Freund*innen oder Bekannten, ganz wie es gefällt.

Auch endlich etwas mehr Zeit für sich selbst haben oder für die Familie und gar nichts tun müssen, das ist herrlich. Alle freuen sich auf diesen Tag in der Woche, oft hilft er, die Woche zu überstehen.

Ein Tag zur freien Verfügung, an dem der äußere Druck wegfällt, keine Erwerbsarbeit, kaum Sorgearbeit, keine Schule, keine Kita,  kein Kindergarten, alle können zu Hause bleiben.  Super!        Bis vor kurzem galt das auch für viele schon am Samstag. Doch  der Samstag ist inzwischen zum normalen Werktag verkommen und auch der Sonntag ist leider nicht für alle frei.

Aber das ist doch kein Grund für die ständigen Versuche, nun auch den Sonntag nach und nach zu einem normalen Arbeitstag umzugestalten.  Der Beschluss der Sonderöffnungs-zeiten an Sonntagen in der Innenstadt, im Bahnhofsviertel, an der Hammerstr.  oder in Hiltrup ist der Einstieg in eine weitere Konkurrenz, die dazu führt, dass auch weitere Geschäfte z.B. im Kreuzviertel, Mauritzviertel, etc. und  in Roxel, Albachten, Nienberge,  Wolbeck oder Handorf sonntags öffnen wollen müssen.

nein-zur-sonntagsoeffnungDie Sonntagsruhe gilt dann auch für viele Angestellte im Einzel-handel  nicht mehr  und dies betrifft vor allem Frauen  und Mütter, die ca. zwei Drittel der Beschäftigten aus- machen. Natürlich sagen sie ihren Chefs, dass sie selbstverständlich auch am Sonntag im Laden stehen werden. Denn alles Andere würde wie Arbeitsverweigerung aussehen, deren Folgen für das Arbeitsverhältnis nicht absehbar sind. Schließlich sind sie auf den Job angewiesen. Eine der wenigen Umfragen unter betroffenen Angestellten im Einzelhandel hat es 2015 seitens der Gewerkschaft in Salzburg gegeben. Dort wurden 16.000 Personen zu einer Sonntagsöffnung der Geschäfte befragt und 95 % sagten NEIN.

Die Sonntagsarbeit verhindert eine regelmäßige Erholung und zerstört die kollektive Freizeit. Gemeinsame Aktivtäten können nicht mehr so problemlos geplant werden. Stattdessen heißt es, die Kinder wegorganisieren, auf Ruhe und Erholung  verzichten, Treffen, Kinobesuche, Spaziergänge oder Kaffeetrinken verschieben und neu organisieren oder fehlen. Den Knatsch kennen alle, …

Frauen

Als Käufer*innen müssen wir nicht auch noch an Sonntagen, an denen Trubel genug durch Send, Weihnachtsmarkt oder Hansetage herrscht, durch alle möglichen Geschäfte latschen, um einzukaufen. Mehr Geld zum Ausgeben haben wir dadurch ja nicht, aber auch der siebte Tag würde dem Kaufen zum Opfer fallen. Gerade Frauen, die oftmals doppelt und dreifach belastet sind (Erwerbsarbeit, Hausarbeit, Sorgearbeit, Pflege), wäre 30-stunden-sind-genugsehr viel mehr geholfen, wenn ein Sechs-Stunden-Tag und eine Fünf-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich sowie ein umfassender Schutz der Sonntagsruhe flächendeckend durchgesetzt werden würde. Dann bräuchte sich kein Geschäft in der Innenstadt oder auch in den äußeren Bezirken benachteiligt fühlen, denn alle Geschäfte blieben geschlossen und alle hätten ihre verdiente Ruhe.

Im Sinne einer besseren Lebensqualität und guten Gesundheitsvorsorge brauchen wir mehr Erholung und weniger Arbeitszeit, mehr Ruhe, mehr Freizeit und Entspannung statt Fremdbestimmung, Hektik und Stress. Denn unser Leben ist viel mehr als Erwerbsarbeit und Konsum.

Bitte denken Sie an die vielen Beschäftigten, die den freien Sonntag verlieren,  aber auch an sich selbst, Ihnen und den Freund*innen, Verwandten, Familien, allen würde  eine frei verfügbare gemeinsame Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Stimmen auch  Sie für die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur geplanten Sonntagsöffnung. Sagen Sie JA! zum freien Sonntag in Münster.

 

 

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Wage das Un_mögliche. Dare the im_possible.

Juli 12, 2015 at 4:23 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster) (, , , , , , , , , , , , , , , )

Das 21. Jahrhundert feministisch gestalten.

Weltfrauenkonferenz Peking + 20

Weltfrauenkonferenz Peking + 20 (Quelle: UN Women)

Einladung zum Treffen vom
15. – 18. Oktober 2015 in Berlin.

Das Gunda-Werner-Institut und Missy Magzine laden zu einer viertägigen Veranstaltung mit Vorträgen, Workshops, Diskussionen, Filmvorführungen, Buchvorstellungen, Ausstellungen und Konzerten vom 15. Bis 18. Oktober 2015 in Kooperation mit UN-Women, dem Deutschen Juristinnenbund e.V. , dem Journalistinnenbund e.V. und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. nach Berlin ein.
Im Aufruf heißt es: „Feminismus ist aktueller denn je. Trotzdem kommen mediale Debatten von Krise bis Pegida meist ohne feministische Perspektiven und Kritik aus. Kein Wunder, dass weite Teile der Öffentlichkeit meinen, feministische Ideen erschöpfen sich in Twitter-Hashtags wie #Aufschrei und Quotenforderungen. Dabei ist Feminismus viel mehr. Feminismus bedeutet Kritik am gesellschaftlichen System und an Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung. Er zeigt gesellschaftliche Alternativen auf und formuliert politische Forderungen. Vier Tage lang stehen das Gunda-Werner-Institut und die Heinrich-Böll-Stiftung im Zeichen von Feminismen. ‚Dare the im_possible / Wage das Un_mögliche‘ heißt das Event. (…) Es wird aktuelle Themen feministisch unter die Lupe nehmen, zum Streit herausfordern, Raum geben für verschiedene Positionen, nach innen und außen schauen, Utopien benennen und kritisieren.“
Es wird Konferenz und Labor, ein Ort zum Kennenlernen und Vernetzen sein. Hier können Feminist_innen ins Gespräch kommen über feministische Visionen, Ideen und Forderungen für das 21. Jahrhundert.
Angefragt sind u.a. Aina Iiyambo (UN-Women), Roxane Gay (US-amerikanische Autorin), Sahar Rahimi (Monster Truck), Gloria Atiba-Davies (Internationaler Strafgerichtshof), Sefanie Lohaus (Missy Magazine), Simone Dede Ayivi (Performancekünstlerin), Sookee (Rapperin), Hildegard Bode (ehem. Stellv. Chefedakteurin ‚Brigitte‘) und Angela Mc Robbie (britische Kulturwissenschaftlerin).

Ein detailliertes Programm ist ab August auf http://www.gwi-boell.de zu finden. Auch eine Anmeldung ist dann möglich.

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Die Beeinträchtigungen der Lebensqualität sind bei vielen von Endometriose betroffenen Frauen trotz Behandlungen hoch.

September 30, 2013 at 8:16 pm (Aktuelles, Frauengesundheit) (, )

Laut Pressemitteilung vom 30. 9. fordert das Feministische FrauenGesundheitsZentrum e.V. anlässlich des Endometriosetages am 29. September 2013 mehr Informationen und einen ganzheitlichen Behandlungsansatz für betroffene Frauen.

Eine internationale Studie der World Endometriosis Research Foundation hat aktuell bestätigt, dass Langzeiteffekte der Erkrankung zu erheblichen Beeinträchtigungen im Arbeitsleben (51%) und in Beziehungen (50%) führen. Vor allem Schmerzen bei der Menstruation (59%) und beim Sex (56%) und chronische Unterbauchbeschwerden (60%) kommen oft vor, obwohl die Frauen in einem Endometriosezentrum behandelt wurden.
Das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden war erheblich beeinträchtigt.
Die Lebensqualität war in allen Bereichen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung verringert. Es gab oft weitere gesundheitliche Probleme.
Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich ist, um die Situation der Frauen zu verbessern.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Erfahrungen in der Beratungsarbeit im Frauengesundheitszentrum. Frauen brauchen eine umfassende Beratung und Unterstützung um herauszufinden, welche Behandlungsmöglichkeiten für sie hilfreich sind. Es wird immer noch zu spät reagiert, wenn dauerhaft Menstruationsschmerzen auftreten, gerade auch bei jungen Frauen.
Ganzheitliche Behandlungen wie die Traditionelle Chinesische Medizin oder die Klassische Homöopathie haben sich bewährt, körpertherapeutische Behandlungen, Schmerztherapien, Ernährungsumstellungen und psychotherapeutische Verfahren bieten Unterstützung bei der Bewältigung.
Zu wenigen Frauen werden diese Möglichkeiten in der ärztlichen Praxis vermittelt.

Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum e.V gibt deshalb die umfassende Informationsbroschüre
„Endometriose verstehen – meinen Weg gehen“ heraus.

„Endometriose verstehen – meinen Weg gehen“
Die Autorin Martina Schröder berät und unterstützt Frauen seit über zwanzig Jahren im Frauengesundheitszentrum. In der Broschüre werden aktuelle Erkenntnise zu möglichen Ursachen, erfolgreiche Behandlungswege von erfahrenen Unterstützerinnen und viele Selbsthilfetipps beschrieben.
Sie bietet darüber hinaus Informationen über den Standard der schulmedizinischen Behandlungen und viele Literaturtipps und Adressen. Eine praktische Begleitung für die vielen Aspekte rund um das Thema Endometriose.

Die 80seitige Broschüre kostet 7 Euro plus Versand.
Zu bestellen im FFGZ e.V. oder dem Buchhandel (ISBN: 3-930766-08-6). Infos unter www.ffgz.de

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ONE BILLION RISING – Valentinstag einmal anders

Februar 10, 2013 at 1:30 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster, Muenster, Soziales, Termine) (, , , , , , )

Am 14. Februar werden auch in Münster Frauen Teil des ‚Weltweiten Aufstandes der Frauen‘.

Weltweiter Aufstand der Frauen

ONE BILLION RISING
Weltweiter Aufstand der Frauen

Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt.

Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird.
… ein unfassbares Greuel.

Eine Milliarde tanzender Frauen.
.      Das ist eine Revolution!

ONE BILLION RISING … ist ein globales Aufbegehren, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft,
ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.

ONE BILLION RISING … das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.

ONE BILLION RISING … zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Hier in Münster findet die Tanz-Demonstration von 16.00 Uhr bis ca. 17.30 Uhr statt.
Treffpunkt ist an der Stubengasse.

16.00 Uhr – 16.45 Uhr:  Stubengasse: Begrüßung durch das One Billion Rising Team Münster (OBR-Team),  Tanzeinlage – Verlängerung Windhorststr. – Ludgeristr.  (Tanzeinlage), – Prinzipalmarkt  (Tanzeinlage), – Salzstr.  (Tanzeinlage), – Heinrich  Brüning Str. –  Stubengasse   (Tanzeinlage)

17.00 Uhr – 17.30 Uhr:  Stubengasse: Filmpräsentation des öffiziellen OBR-Videos (gekürzte Fassung ohne nachgestellte Gewaltszenen) und anschließender Kundgebung  (OBR-Team Münster, Frauennotruf Münster, AK gegen Gewalt an Frauen, Zartbitter, etc.)

Die Veranstalterinnen haben einen Tanz geschaffen, den alle mittanzen können. Termine für Proben und bald auch ein Anleitungsvideo zum Selbserlernen findet ihr auf deren Facebookseite. Kontakt: onebillionrising_ms@yahoo.de

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„Das Schweigen durchbrechen“ – Frauenbewegung gegen sexualisierte Gewalt in Nicaragua

Oktober 17, 2012 at 10:34 am (Aktuelles, Frauen aktiv, Frauengesundheit, Termine) (, , , )

Täglich gehen zehn Anzeigen wegen sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in den Behörden Nicaraguas ein. Eine ungeheuer hohe Zahl angesichts derart grausamer Verbrechen – und doch ist das nur die Spitze des Eisberges. Sexualisierte Gewalt, wie sie Frauen und Mädchen überall auf dieser Welt erleben, ist ein massiver Angriff auf die Persönlichkeit, auf das intimste Selbst des Menschen. Meistens schweigen die Betroffenen und versuchen zu vergessen, doch der tiefe Riss in der Seele bleibt. Einen Weg aus dem täglichen Alptraum bietet die nicaraguanische Organisation „Aguas Bravas“. Dort bekommen betroffene Frauen die Möglichkeit das Erlebte zu benennen und zu verarbeiten.

Unter dem Motto

„Das Schweigen durchbrechen“

kommen am Freitag, den 26.10.2012 drei Frauen aus der Organisation Aguas Bravas (Wildwasser) in Nicaragua nach Münster. Auf der Veranstaltung um 19:30 Uhr in der Aula der ESG, Breul 43 werden Brigitte Hauschild, Nora Rugama und Zoraida Sosa über die aktuelle Situation von Frauen in Nicaragua und ihren Kampf gegen sexualisierte Gewalt berichten. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wir organisiert und unterstützt von:
Christliche Initiative Romero (CIR)

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Sofortiger Atomausstieg! Energiewende jetzt!

Juni 16, 2011 at 7:18 pm (Aktuelles, Frauengesundheit, Muenster, Termine) ()

Da ist jede(r) einzelne von uns gefragt

Am kommenden Montag, den 20.6.2011 findet in Münster um 18 Uhr wieder eine Mahnwache auf dem Domplatz statt. Diesmal kurz vor  der Abstimmung zum „Atomausstieg“ in  Berlin. Deshalb heißt es, der Regierung und auch der Opposition durch zahlreiche Teilnahme deutlich zu zeigen, dass ein sofortiger und unumkehrbarer Ausstieg aus der Atomenergie hier aus Münster gefordert wird. Kommt zu Hauf und beteiligt Euch auch an der Demonstration zur CDU-Zentrale.

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Finanzierung der Frauenhäuser einheitlich und unbürokratisch sichern

November 2, 2010 at 10:14 pm (Aktuelles, Frauengesundheit, Soziales) (, , , )

37.424 Unterschriften haben die Mitarbeiterinnen der LAG Autonomer Frauenhäuser NRW und die LAG der Freien Wohlfahrtspflege im Rahmen der Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ für eine verlässliche Finanzausstattung gesammelt und Ende September dem Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg im Landtag NRW überreicht. Die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Frau Barbara Steffens und die frauenpolitischen Sprecherinnen aller Parteien nahmen an der Übergabe teil.

Übergabe der Unterschriften im Landtag NRW am 29.9.2010

Foto: Landtag NRW - Übergabe der Unterschriften am 29.9.2010/ Meyer

Bereits am 28. Januar 2010 fand im nordrhein-westfälischen Landtagsausschuss für Frauenpolitik eine Sachverständigen-Anhörung zur Frauenhausfinanzierung in Nordrhein-Westfalen statt. Anlass war ebenfalls die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW vom 25.11.2009, die die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Landtag NRW aufgriff, um eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungseinrichtungen aus einer Hand zu beantragen.  Die  geladenen Expertinnen waren sich darin einig, dass die derzeitige Finanzierung  unzureichend, uneinheitlich und für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder mit extremen Nachteilen und Gefahren verbunden ist. Sie sahen dringenden Handlungsbedarf.

Die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW schlug die sofortige Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe „Frauenhausfinanzierung“ vor. Vertreterinnen der Landesregierung, der Frauenhausträger, der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und weitere ExpertInnen sollen zeitnah prüfen, ob ein Landesgesetz möglich und wünschenswert ist. Dieser Vorschlag wurde von den anwesenden Expertinnen und den Abgeordneten der Opposition befürwortet und wird nun von der Landesregierung geprüft.

Barbara Steffens, die damalige frauenpolitische Sprecherin der Fraktion B90/DIE GRÜNEN im Landtag, erklärte dazu: „Die Verantwortung für eine auskömmliche Finanzierung der Frauenhäuser und Beratungseinrichtungen wird seit Jahren zwischen Bund, Ländern und Kommunen hin- und hergeschoben. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen ein Landesgesetz, das die Schutzeinrichtungen und Beratungsstrukturen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, endlich dauerhaft auf sichere Füße stellt.“ Jetzt kann sie als  zuständige Ministerin in der neuen rot-grünen Regierung zeitnah für ein entsprechendes Landesgesetz sorgen. Die Autonomen Frauenhäuser appellierten an die Politikerinnen und Politiker, sich Partei übergreifend, sich dafür einzusetzen.

Seit Eröffnung des ersten Autonomen Frauenhauses 1976 in Berlin müssen die Häuser um ihre Finanzierung kämpfen.  Auch im Jahre 2010 gibt es noch keine bundesweit verbindlichen Regelungen, die Maßnahmen für einen effizienten Schutz von Frauen und Kindern als Opfer von Gewalt vorsehen und Kommunen, Land und Bund zu deren verbindlichen, ausreichenden und planungssicheren Finanzierung verpflichten.

Weitere Informationen unter:

http://www.lag-autonomefrauenhaeusernrw.de

http://www.schwere-wege-leicht-machen.de

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/pdf/aktuelles/finanzierung_2009_03.pdf

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„eben leben“ – Texte von HIV-positiven Frauen

April 18, 2010 at 12:16 pm (Aktuelles, Frauengesundheit, Soziales) (, , , , , )


Jetzt ist  sie da – die Broschüre „eben leben“ mit Texten von HIV-positiven Frauen

Sechzehn Autorinnen, die zum Teil schon seit mehr als 20 Jahren HIV-positiv sind, geben in Gedichten, Berichten und Prosatexten Einblicke in ihr Leben und ihre Lebensentwürfe. Sie möchten damit anderen Frauen mit HIV Lust auf und Mut zum Leben machen und dazu beitragen, Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen, denen HIV-positive Menschen in unserer Gesellschaft immer noch begegnen. Das Projekt „Positive Frauen“ des Münchner FrauenGesundheitsZentrums wurde am 5. März 2010 im Rahmen der 13. Münchner AIDS-Tage für die Broschüre mit dem Annemarie-Madison-Preis ausgezeichnet.

Info zur Broschüren-Bestellung:

Die Broschüre kann schriftlich, per Mail oder telefonisch bestellt werden. Sobald der Betrag von 6,50 € auf dem Konto des FrauenGesundheitsZentrums eingegangen ist, wird die Broschüre zugeschickt.

www.fgz-muc.de

Bankverbindung FrauenGesundheitsZentrumPostbank München  BLZ: 700 100 80,  Konto: 200211802  Stichwort „BBB“

Weitere Broschüren sind unter  www.fgz-muc.de/fgz/fgz_shop/broschueren.php zu finden.

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Finanzierung der Frauenhäuser einheitlich und unbürokratisch sichern

Februar 3, 2010 at 6:14 pm (Aktuelles, Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster, Soziales) (, , , )

Am 28. Januar 2010 fand im nordrhein-westfälischen Landtagsausschuss für Frauenpolitik eine Sachverständigen-Anhörung zur Frauenhausfinanzierung in Nordrhein-Westfalen statt.

Anlass war die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ der Landesarbeits-gemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW vom 25.11.2009, die die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Landtag NRW aufgriff, um eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungseinrichtungen aus einer Hand zu beantragen.  Die  geladenen Expertinnen waren sich darin einig, dass die derzeitige Finanzierung  unzureichend, uneinheitlich und für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder mit extremen Nachteilen und Gefahren verbunden ist. Sie sahen dringenden Handlungsbedarf.

Die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW schlug die sofortige Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe „Frauenhausfinanzierung“ vor. Vertreterinnen der Landesregierung, der Frauenhausträger, der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und weitere ExpertInnen sollen zeitnah prüfen, ob ein Landesgesetz möglich und wünschenswert ist. Dieser Vorschlag wurde von den anwesenden Expertinnen und den Abgeordneten der Opposition befürwortet und wird nun von der Landesregierung geprüft.

Seit Eröffnung des ersten Autonomen Frauenhauses 1976 in Berlin müssen die Häuser um ihre Finanzierung kämpfen.  Auch im Jahre 2010 gibt es noch keine bundesweit verbindlichen Regelungen, die Maßnahmen für einen effizienten Schutz von Frauen und Kindern als Opfer von Gewalt vorsehen und Kommunen, Land und Bund zu deren verbindlichen, ausreichenden und planungssicheren Finanzierung verpflichten.

Weitere Informationen unter:

http://www.lag-autonomefrauenhaeusernrw.de

http://www.schwere-wege-leicht-machen.de

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/pdf/aktuelles/finanzierung_2009_03.pdf

http://www.barbara-steffens.de/cms/parlamentarisches/dokbin/302/302486.verlaessliche_finanzierung_von_frauenhae.pdf

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Die Tomate fliegt weiter …

Januar 10, 2010 at 11:41 am (Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster) (, , , , , )

Wir starten in dieses Jahr mit einem monatlichen Tomatenwurf. Damit wollen wir gegen den alltäglichen Sexismus ein Zeichen setzen. Wir wünschen uns  auch von Euch Hinweise auf Artikel, Filme, Bilder, Ereignisse, Texte, Werbung etc.,  die einen kräftigen Tomatenwurf verdient haben.

Bei uns trifft der aktuelle Tomatenwurf  im Januar  2010  …

… den   FAZ-Artikel   vom   Sonntag,   den  3.1.2010

Auf die Frage von Cornelia von Wrangel antwortet Dr. Michael Runge, Gynäkologe aus Freiburg und Leiter des Projekts Ausbildungskooperation in Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit führenden europäischen und asiatischen Universitäten:

„Wenn die Frauen nicht funktionieren, funktioniert gar nichts mehr – ist deswegen die Frauengesundheit so wichtig für diese Länder? Genauso ist es. (…) Nur gesunde Frauen können ihre vielfältigen Aufgaben als Mutter, Krankenpflegerin der Familie, Ernährerin, Erzieherin, Ehefrau wahrnehmen.  Und vergessen Sie nicht: Nur Frauen mit Schulbildung können auch besser auf die eigene Gesundheit und die ihrer Kinder achten.“

Bei der Recherche nach Bildern vom Tomatenwurf  sind wir auf der Seite whatthefuck.at/ gelandet und möchten nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass eine Initiative des Verbandes sozialistischer Studentinnen gegen Sexismus im Alltag  den legendären Tomatenwurf  von 1968 ebenfalls wieder aufgreift.

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