LEBEN IST NICHT NUR ERWERBSARBEIT

März 25, 2014 at 10:58 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, FrauenLesbenPlenum Muenster, Hartz IV, Münster, Soziales) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

Bürgerinnen-Antrag:                                           „So wollen wir leben und arbeiten!“

VROUWEN EUREGIO PROJECT

REICHLICH LEBEN …    statt     ARBEIT POOR

Anlässlich des 10-järigen Jubiläums haben Frauen vom VROUWEN-EUREGIO-PROJECT / FRAUEN-EUREGIO-PROJEKT Oberbürgermeister Lewe um einen aktuellen Sachstandsbericht zur Bearbeitung und Umsetzung des Bürgerinnen-Antrages vom 8.3.2004 gebeten. Im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen zum ‚Internationalen Frauentag‘ wurde die Resolution „So wollen wir leben und arbeiten!“ in den Kommunen Enschede, Hengelo, Borne, Almelo, Münster und Osnabrück den Oberbürgermeister/innen überreicht, um auf kommunaler Ebene umzusetzen, was möglich ist. Hier in Münster hatte Oberbürgermeister Tillmann den Antrag entgegen genommen.

Nach zehn Jahren möchten die Antragstellerinnen insbesondere wissen,
• was in den letzen zehn Jahren in welchen Gremien debattiert worden ist,
• wie und mit welchen Ergebnissen es dort geschehen ist,
• was umgesetzt worden ist,
• was noch in Umsetzung begriffen ist,
• was als permanente Aufgabe aufgegriffen wurde,
• was für nicht realisierbar abgewiesen worden ist.

Gespannt warten die Frauen vom VROUWEN-EUREGIO-PROJEKT / FRAUEN-EUREGIO-PROJEKT auf die umfangreichen Berichte der Oberbürgermeister/innen aus Münster, Osnabrück, Hengelo, Enschede, Almelo und Borne.

http://www.stadt-os.com/images_design/Grafiken_Inhalt_Lokale_Agenda/komp_FrEuregioBrosch.pdf

http://www.osnabrueck.de/images_design/Grafiken_Inhalt_Lokale_Agenda/Frauen-Euregio-Projekt.pdf

http://www.osnabrueck.de/images_design/Grafiken_Inhalt_Lokale_Agenda/komp_FrEuregioDoku.pdf

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Frauen frühstücken in Münsters Arbeitslosenzentrum ‚MALTA‘

November 9, 2013 at 6:08 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, Termine) (, , , , )

Neu:   Das ‚Frauenfrühstück im MALTA‘ findet wieder statt!

FrauenDie Autonome Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit suchender Frauen lädt alle interessierten Frauen  an jedem zweiten Samstag im Monat von 10 –  12 Uhr zum Frühstück ins Arbeitslosenzentrum MALTA    (Achtermannstr. 10 – 12  Innenhof,  48143 Münster) ein.

Es kostet 2,00 €,   Anke und Anne freuen sich auf Euch. Weitere Infos könnt Ihr unter Tel. 0176/50195257 erhalten.

Das nächste Frauenfrühstück ist am Samstag, den 14.12.2013 um 10.00 Uhr,

das erste Frauenfrühstück im neuen Jahr findet am 11.01.2014 um 10.00 Uhr statt.

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Aufruf zur Demonstration am Sa. 10.7.2010: Münster steht auf! Für eine soziale und geschlechtergerechte Umverteilung

Juli 2, 2010 at 11:06 am (Aktuelles, FrauenLesbenPlenum Muenster, Soziales) (, , , )

Münster steht auf!

Für eine soziale und

geschlechtergerechte

Umverteilung.

.

Kommt zahlreich zur

Demonstration

am Sa. 10. Juli

um 12 Uhr

Windthorststr.

gegenüber dem HBF Münster.

Bündnis Münster Solidarisch

Weitere Infos dazu unter                                                         www.muenster-solidarisch.de

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Kundgebung am 8. März 2010

März 5, 2010 at 6:23 pm (FrauenLesbenPlenum Muenster, Hartz IV, Soziales) (, , , , , , , )

Anlässlich des Internationalen Frauentages sind am 8. März alle zur Kundgebung in der Stubengasse – Innenstadt Münster – eingeladen. Sie beginnt um 17 Uhr. Es werden aktuelle Probleme der Frauen in der Bundesrepublik Deutschland und in anderen Regionen der Welt vorgetragen und politische Forderungen gestellt.

Mehr unter http://frauenreferat.blogsport.de

Die Rede von Anne Neugebauer – Autonome Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit suchender Frauen im „MALTA“      am    –  8. März 2010 –

Kampf der Frauen für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen

Weltweit erheben Frauen heute ihre Stimmen gegen Armut und Gewalt, gegen Krieg und Frauenverachtung.  Sie alle kämpfen für ein freies, selbstbestimmtes Leben.  Wir auch.

Ich freue mich sehr, dass das Autonome Frauenreferat des AStA diese Kundgebung organisiert und mich als Rednerin eingeladen hat.

Vieles hat sich seit dem ersten Internationalen Frauentag 1911 verändert, doch die Forderungen von damals haben großenteils auch heute noch oder wieder ihre Berechtigung. Ich will einige herausgreifen.

1. Der Zugang zu Bildung, Studium und Berufstätigkeit ist heute wieder aktuell.

2. Frauen fordern die ersatzlose Streichung des § 218 StGB seit Bestehen des Abtreibungsparagraphen 1871.

3. Frauen verlangen: „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“.

4. Frauen sagen NEIN zu Krieg und Gewalt. Milliarden sollen besser für Brot statt für Waffen ausgegeben werden.

5. Mit der Plakataktion „Die Tomate weiter werfen …“  „Denn unser Ziel ist ein freies, selbstbestimmtes FrauenLeben“, wollen die FrauenLesbengruppen in Münster alle Frauen ermutigen, sich die tagtägliche Frauenverachtung, die alltäglichen Diskriminierungen bewusst zu machen, sie anzuprangern und sich dagegen zu wehren.

1. Der Zugang zu Bildung, Studium und Berufstätigkeit ist heute wieder aktuell.

Zwar sind die Studienanfängerinnen etwas über 50 %. 1911 war es gerade drei Jahre her, das Mädchen Abitur machen und studieren konnten. Doch die Einführung der Studiengebühren und das geteilte Studium in Bachelor und Master führt dazu, dass bereits beim Masterstudiengang die Zahl der Frauen auf ca. 37 % sinkt.  Damit ist eine Hochschulkarriere bereits hier gestoppt.

Vom 11.-12. März treffen sich die BildungsministerInnen aus 46 Staaten in Wien und Budapest, um das zehnjährige Jubiläum zum „Bologna-Prozess“ zu feiern. Studentinnen und Studenten kündigen Protestaktionen an. Sie lehnen diese Zurichtung des Studiums ab. Wir unterstützen den Protest. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Agenda 2010 muss 2010 weg!

Oktober 26, 2009 at 9:06 pm (Hartz IV, Soziales) (, , , , , , , , , , , )

Für Arbeitslose unerträglicher Druck

Die Agenda 2010 und die Hartz-Reformen sind gescheitert. Der unerträgliche Arbeitszwang um jeden Preis und  der Wegfall des Berufsschutzes oder auch die Zeitarbeitsfirmen haben lediglich dazu geführt, dass ein Niedriglohnsektor entstanden ist.  Arbeitslosen werden so menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Lohnzahlungen verwehrt. Arbeitgeber sind dazu übergegangen, ihren Beschäftigten zu empfehlen, sich die Differenz zwischen Lohn und Lebenshaltungskosten von der Hartz-Behörde zu holen. Das Lohnabstandsgebot wird dazu missbraucht,  eine weitere Reduzierung der Leistungen zu fordern. Gerade Alleinerziehende, vorwiegend  Frauen, haben keine Chance, aus dem Hartz-IV-Bezug herauszukommen. Die Angst vor drohenden Kürzungen zwingt sie, alles anzunehmen bis zum Zusammenbruch. So wird ihnen deutlich gemacht, dass sie selbst schuld an ihrer prekären Situation seien. Und auch all jene, die noch einen Arbeitsplatz haben, lassen sich jede Unverschämtheit gefallen, weil sie Angst davor haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

500 € mindestens für jedes Kind

Mit dem TAZ-Titel "Kinderteller á la Hartz IV" vom 27.8.07 machte die 'Autonome Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit suchender Frauen' anlässlich des Weltkindertages 2007 auf die Kinderarmut aufmerksam. 500 € mindestens für jedes Kind forderten 96 % der Befragten am Infostand in Münster mit ihnen gemeinsam.

Für ein menschenwürdiges Leben fehlt das Geld

Nach den Erfolgsmeldungen von sinkenden Arbeitslosenzahlen, von denen die meisten Hartz-Bezieherinnen ausgeschlossen waren, wendet sich das Blatt dramatisch. Spätestens seit dem Frühjahr fehlen die täglichen Hinweise auf die kommende Arbeitsmarktkrise mit fünf, sechs oder sogar sieben Millionen Arbeitslosen im Sommer, sicher aber im Herbst, nicht mehr. Jetzt nach den Bundestagswahlen kommt es zu den ersten Insolvenzen.

Und es gilt ein weiteres Mal: Für die Menschen fehlt das Geld . Was für „notleidende Banken“ , für Polizei- und Miltäreinsätze weltweit an Milliarden  auf Krisengipfeln und Geberkonferenzen mobilisiert wird, das ist für Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, für  Arbeitslose nicht vorhanden. Gleichzeitig sind wieder die alten Rezepte gebetsmühlenartig zu hören, die da heißen, Lohnverzicht, Arbeitszeitverlängerung, Reduzierung der Lohnnebenkosten und Senkung von Steuern bei den „Leistungsträgern“.  Geflissentlich übersehen wird dabei, dass die selbsternannten sogenannten Leistungsträger auch die Krisen zu verantworten haben, die sie dann auf dem Rücken der abhängig Beschäftigten und sozial Ausgeschlossenen austragen. Die finanziellen und sozialen Ungleichheiten wachsen , die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander.

Die Frage nach dem „großen Verschenken von Geld“ wird bei der Rettung der Banken von niemandem gestellt. Viele Arbeitsplätze werden trotzdem verloren gehen.

Unsere Forderung heißt  14 Euro Mindestlohn

Die Forderungen der Arbeitslosen-Initiativen und –zentren

–         nach einem existenzsichernden Einkommen,

–         nach radikaler Arbeitszeitverkürzung und

–         nach Erwerbsmöglichkeiten für alle

stehen nach wie vor im Raum, werden aber von offizieller Seite konsequent ignoriert.  Eine gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, von Zeit und Geld für ein menschenwürdiges Leben überall auf der Welt ist überhaupt kein Thema mehr. Auch der Mindestlohn, mindestens 14 € nach unserer Meinung, wird politisch blockiert. Spätestens seit die Regelung weggefallen ist,  nur bis zu 15-Wochenstunden-Arbeitszeit bei 400-€-Jobs arbeiten zu dürfen, muss eine gesetzlich festgelegte Untergrenze sittenwidrige Löhne verhindern. Und sittenwidrig sind unseres Erachtens alle Zahlungen, die den Lebensunterhalt nicht umfassend absichern. Die Reduzierung auf die These: Hauptsache Arbeit ist absolut falsch. Denn wir leben nicht, um fremdbestimmt zu arbeiten. Wir wollen arbeiten, um gut leben zu können. Wir wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen, sinnvolle Arbeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

Berufsschutz und alte Arbeitslosenhilfe verringern die Armut allgemein,  Kindergeld darf nicht länger Einkommen sein.

Statt Agenda 2010 brauchen wir Bildung, Qualifizierung, Berufsschutz und die Arbeitslosenhilfe in alter Form zurück. Kindergeld darf nicht länger als Einkommen gelten. Wir brauchen ein bedingungsloses Grundeinkommen, sinnvolle Arbeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Die notwendigen Sozialbeiträge müssen von ArbeitnehmerInnen und AbeitgeberInnen je zur Hälfte getragen werden. Dann funktioniert das soziale Netz wieder, gesellschaftliche Solidarität wird nicht länger zerstört, sondern wieder aufgebaut. Das brauchen wir 2010.

KAliNE

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