„Nicht nur als Hexen verfolgt und verurteilt“

Juni 3, 2018 at 9:57 am (Aktuelles, Frauen aktiv, Frauen-Stadtrundgaenge Muenster, Frauenhistorische Stadt-Rundgänge in Münster, Frauenhistorische Stadtführungen von Frauen für Frauen, Frauenhistorische Stadtrundgänge in Münster, Frauenhistorisches, Münster, Stadtführungen, Stadtrundgang in Münster, Stadtrundgänge, Stadtrundgänge in Münster, Termine) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

FRAUENHISTORISCHE    STADTRUNDGÄNGE    VON  FRAUEN  FÜR  FRAUEN

Zum Frauenhistorischen Stadt-Rundgang von Frauen für Frauen im Juni: „Nicht nur als Hexen verfolgt und verurteilt“  laden die Arbeitsgruppe Frauengeschichte Münster, das Autonome Frauenreferat des AStA der Uni und das Gleichstellungsreferat des FH-AStA Münster alle interessierten Frauen an jedem zweiten und dritten Mittwoch im Monat  von 16.30 Uhr bis ca. 18.00 Uhr ein.

In der Frühen Neuzeit des 16./17. Jahrhunderts, nicht im angeblich finsteren Mittelalter, wurden  auch in Münster Frauen der Zauberei verdächtigt und als Hexen verfolgt. Auch der Kurfürst Ferdinand von Bayern, der von 1612 – 1650 Fürst-bischof von Münster war, gilt als maßgeblicher Förderer der sog. Hexenprozesse. An verschiedenen Orten werden wir über einzelne Schicksale berichten und den gerichtlichen Ablauf beschreiben, der heute als grausames Unrecht gesehen wird. Auch andere  verfolgte Vergehen  von Frauen im frühneuzeit-lichen  Münster kommen zur Sprache: die Verletzung der Ehre, Diebstahl, Unfriedsamkeit, Streitlust oder Sittendelikte wie Kindsmord, Kuppelei, Gewalt in der Ehe oder Prostitution.

Treffpunkt ist jeden 2. und 3. Mittwoch im Monat um 16.30 Uhr am Eingang zum Fürstenberghaus (F-Haus), Domplatz; der Teilnahmebeitrag beträgt  6,00 €,
ermäßigt  4,00 €. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Bei Regen finden die Rundgänge nicht statt.

Infos unter http://www.frauen-stadtrundgaenge-muenster.de
oder   Tel. 0176 – 50195257  (Arbeitsgruppe Frauengeschichte Münster)

Die nächsten Termine:
Mi. 13.06.2018           „Nicht nur als Hexen verfolgt und verurteilt.“
Mi. 20.06.2018           „Nicht nur als Hexen verfolgt und verurteilt.“

Mi. 11.07.2018           „Münsters berühmte & berüchtigte Frauen.“
Mi. 18.07.2018           „Münsters berühmte & berüchtigte Frauen.“

 Mi. 08.08.2017           „Göttinnen  –  Heilige  –  Huren ???“

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One Billion Rising – Eine Milliarde erhebt sich und singt: Zerbrich die Ketten!

November 13, 2016 at 5:39 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, Münster, Soziales, Termine) (, , , , , , , , )

onebillionrising2017s

Am 14. Februar 2017 wird es auch in Münster wieder heißen:
„Frauen der Welt, erhebt Euch und steht auf für Eure Rechte! Tanzt bis die Erde erbebt und seid solidarisch mit denen, die es (noch) nicht alleine schaffen! Menschen der Welt, seid liebevoll, seht hin und helft, wenn Ihr Unrecht seht!“

Mit dem Aufruf 2013 „Eine Milliarde erhebt sich – One Billion Rising“ ist eine weltweite Bewegung entstanden, um jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen öffentlich zu machen, sie anzuprangern und zu beenden. Frauen wird Mut gemacht aufzustehen und zu handeln. Sie wollen lernen, sich selbst und auch anderen dadurch zu helfen. Die eine „Milliarde“ verweist auf eine UN-Statistik, wonach eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden.

Vor ca. 50 Jahren protestierten Frauen zum ersten Mal in der BRD auf der Straße gegen Männergewalt an Frauen und Mädchen. Sie riefen: „Frauen erhebt Euch und die Welt erlebt Euch!“  oder auch „Frauen, hört ihr Frauen schreien, lasst die Frauen nicht allein!“

2013 wurde zum ersten Mal zum globalen Aufstand gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aufgerufen. Und in über 200 Ländern wurde daraufhin die „Aktion One Billion Rising“ geplant und am 14. Februar getanzt. Seitdem haben sich Koalitionen gebildet, Organisationen vernetzten sich und weltweit finden immer mehr Frauen den Mut, sich zu wehren und füreinander einzustehen.

onebillionrising-muenster

Auch in Münster rufen die Organisatorinnen zum fünften Mal zur Beteiligung am 14.2.2017 an der weltweiten Aktion auf, um sich öffentlich trommelnd, singend und tanzend gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen zur Wehr zu setzen.

Eine Milliarde erhebt sich – One Billion Rising –
und singt: Break the Chain – Zerbrich die Ketten.
Seien auch Sie dabei.  Am Dienstag, den 14. 2. 2017
um 17.30 Uhr an der Stubengasse.

 

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Demonstration „One Billion Rising – gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit“

Februar 3, 2016 at 5:45 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, FrauenLesbenPlenum Muenster, Münster, Termine) (, , , , , , , , )

Auch anlässlich der massiven sexualisierten kriminellen Ausschreitungen von Männern gegen Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit während der Silvesternacht in Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Bottrop und anderswo ruft die Arbeitsgruppe Frauengeschichte Münster dazu auf, an der Demonstration „One Billion rising – gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit“ am 14.2.2016 um 14 Uhr (Stubengasse – Münster) teilzunehmen und weist auf die Resolution des Gleichstellungsausschusses Münster hin:

Die Resolution: https://i0.wp.com/www.allesmuenster.de/cms/wp-content/uploads/Plakat-A4.jpg
Der Ausschuss für Gleichstellung verurteilt jegliche sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Wir stellen fest, dass die Vorkommnisse in Köln einen schwerwiegenden Angriff auf die Gleichberechtigung der Frauen und eine massive Menschenrechtsverletzung darstellen, denen mit aller Härte der Gesetze entgegenzutreten ist. Ungeachtet der Herkunft und Nationalität der Täter dürfen solche gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen nicht toleriert werden.

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit ist kein neues Thema. Die aktuell erlebten öffentlichen Übergriffe in massierter Form stellen eine neue Dimension dar, aber sie dürfen nicht davon ablenken, dass in unserem Land und auch in Münster an jedem Tag Frauen und Mädchen missachtet, gedemütigt und missbraucht werden. Sexualisierte Gewalt vor allem gegen Frauen und Mädchen und gegen Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen ist leider Bestandteil unserer Gesellschaft, betrifft alle Nationen und begegnet uns nicht nur auf der Straße, sondern auch am Arbeitsplatz, an der Universität und im persönlichen Umfeld. Täter sind Deutsche ebenso wie Männer mit Migrationshintergrund. Sie kommen aus allen sozialen Schichten und finden sich in allen Altersgruppen. Zahlen des Bundesfamilienministeriums zeigen: Knapp 60 Prozent aller Frauen in Deutschland wurden bereits sexuell belästigt, jede siebte hat strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erfahren.

Die aktuelle öffentliche Empörung mit ihren vielen Facetten von Schuldzuweisungen, Pauschalierungen und Diskriminierungen, aber auch mit den gut gemeinten Ratschlägen zum Verhalten von Frauen gibt hier Anlass darauf hinzuweisen, dass die Lösung des Problems nicht von den Frauen und Mädchen ausgehen muss, sondern von allen, die in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen und besonderes auch von jedem einzelnen Mann. Wer die persönliche Würde und die sexuelle Integrität von Frauen und Mädchen nicht respektiert oder absichtlich verletzt, stellt sich außerhalb unserer Rechtsnormen. Wer Mitarbeiterinnen am Arbeitsplatz, sexuell belästigt, wer Frauen und Mädchen sexistisch beleidigt oder familiäre Gewalt ausübt, gehört ebenso zu den Tätern wie Männer, die sich zusammenrotten und Frauen und Mädchen öffentlich sexuell belästigen, erniedrigen und vergewaltigen.

Wir schätzen und fördern die Arbeit der Frauenhäuser und der Frauenberatungsstellen in Münster, die seit drei Jahrzehnten betroffenen Frauen Hilfe und Unterstützung bieten und daran arbeiten, das Bewusstsein für dieses gesellschaftliche Problem zu schärfen. Wir rufen daher jetzt alle, insbesondere alle Männer, die sich für ein respektvolles Miteinander von Frauen und Männern für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen wollen, dazu auf sich klar zu positionieren. Lehnen Sie jedwede Form von (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen ab, schauen Sie nicht weg, lassen Sie anderen Männern gleich welcher Herkunft, Religion oder kulturellem Hintergrund auch in Ihrem persönlichen Umfeld Sexismus nicht durchgehen. Setzen Sie sich aktiv für die Würde und den Respekt gegenüber Menschen gleich welcher sexuellen Orientierung und Identität ein!

Am 14. Februar 2016 um 14 Uhr (Startpunkt Stubengasse) findet auch in Münster wieder die Demo „One billion rising“ statt – eine gute Gelegenheit sich aktiv gegen Gewalt an Frauen aufzustellen.

Münster, 13.01.2016
Ausschuss für Gleichstellung des Rates der Stadt Münster

Weitere Informationen zur Demonstration (Plakat) unter:

One Billion Rising: Tanzdemo gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

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ONE BILLION RISING – Valentinstag einmal anders

Februar 10, 2013 at 1:30 pm (Aktuelles, Frauen aktiv, Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster, Muenster, Soziales, Termine) (, , , , , , )

Am 14. Februar werden auch in Münster Frauen Teil des ‚Weltweiten Aufstandes der Frauen‘.

Weltweiter Aufstand der Frauen

ONE BILLION RISING
Weltweiter Aufstand der Frauen

Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt.

Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird.
… ein unfassbares Greuel.

Eine Milliarde tanzender Frauen.
.      Das ist eine Revolution!

ONE BILLION RISING … ist ein globales Aufbegehren, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft,
ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.

ONE BILLION RISING … das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.

ONE BILLION RISING … zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Hier in Münster findet die Tanz-Demonstration von 16.00 Uhr bis ca. 17.30 Uhr statt.
Treffpunkt ist an der Stubengasse.

16.00 Uhr – 16.45 Uhr:  Stubengasse: Begrüßung durch das One Billion Rising Team Münster (OBR-Team),  Tanzeinlage – Verlängerung Windhorststr. – Ludgeristr.  (Tanzeinlage), – Prinzipalmarkt  (Tanzeinlage), – Salzstr.  (Tanzeinlage), – Heinrich  Brüning Str. –  Stubengasse   (Tanzeinlage)

17.00 Uhr – 17.30 Uhr:  Stubengasse: Filmpräsentation des öffiziellen OBR-Videos (gekürzte Fassung ohne nachgestellte Gewaltszenen) und anschließender Kundgebung  (OBR-Team Münster, Frauennotruf Münster, AK gegen Gewalt an Frauen, Zartbitter, etc.)

Die Veranstalterinnen haben einen Tanz geschaffen, den alle mittanzen können. Termine für Proben und bald auch ein Anleitungsvideo zum Selbserlernen findet ihr auf deren Facebookseite. Kontakt: onebillionrising_ms@yahoo.de

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Finanzierung der Frauenhäuser einheitlich und unbürokratisch sichern

Februar 3, 2010 at 6:14 pm (Aktuelles, Frauengesundheit, FrauenLesbenPlenum Muenster, Soziales) (, , , )

Am 28. Januar 2010 fand im nordrhein-westfälischen Landtagsausschuss für Frauenpolitik eine Sachverständigen-Anhörung zur Frauenhausfinanzierung in Nordrhein-Westfalen statt.

Anlass war die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ der Landesarbeits-gemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW vom 25.11.2009, die die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Landtag NRW aufgriff, um eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungseinrichtungen aus einer Hand zu beantragen.  Die  geladenen Expertinnen waren sich darin einig, dass die derzeitige Finanzierung  unzureichend, uneinheitlich und für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder mit extremen Nachteilen und Gefahren verbunden ist. Sie sahen dringenden Handlungsbedarf.

Die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW schlug die sofortige Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe „Frauenhausfinanzierung“ vor. Vertreterinnen der Landesregierung, der Frauenhausträger, der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und weitere ExpertInnen sollen zeitnah prüfen, ob ein Landesgesetz möglich und wünschenswert ist. Dieser Vorschlag wurde von den anwesenden Expertinnen und den Abgeordneten der Opposition befürwortet und wird nun von der Landesregierung geprüft.

Seit Eröffnung des ersten Autonomen Frauenhauses 1976 in Berlin müssen die Häuser um ihre Finanzierung kämpfen.  Auch im Jahre 2010 gibt es noch keine bundesweit verbindlichen Regelungen, die Maßnahmen für einen effizienten Schutz von Frauen und Kindern als Opfer von Gewalt vorsehen und Kommunen, Land und Bund zu deren verbindlichen, ausreichenden und planungssicheren Finanzierung verpflichten.

Weitere Informationen unter:

http://www.lag-autonomefrauenhaeusernrw.de

http://www.schwere-wege-leicht-machen.de

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/pdf/aktuelles/finanzierung_2009_03.pdf

http://www.barbara-steffens.de/cms/parlamentarisches/dokbin/302/302486.verlaessliche_finanzierung_von_frauenhae.pdf

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